Als Ausgleich zu meinem
technischen Beruf habe ich mich mein ganzes Leben lang gerne mit Handarbeiten
beschäftigt.
Auch beim Handarbeiten suche ich nicht die Entspannung, dabei suche ich die
Herausforderung: am liebsten sticke ich nach alten Vorlagen, bei denen ich die
Muster selbst auszählen kann.
Meine ersten Arbeiten waren traditionelle Kreuzsticharbeiten mit rotem Perlgarn auf weißem oder naturfarbenem Reinleinen. Meine Vorlagen fand ich in alten traditionellen Handarbeitsbüchern.
Eine meiner ersten und größten Arbeiten war der sogenannte "Haustierbaum", nach einer Vorlage des Oberösterreichischen Heimatwerkes. Ich habe drei Jahre daran gearbeitet. Die Vorlage stammt vom OÖ. Heimatwerk.

Die folgenden Bilder zeigen den "Meraner Polster", links die Vorderseite, rechts die Rückseite mit dem Datum: am 5. Dezember 1988 feierte meine Mutter ihren 67. Geburtsatg, das Geschenk waren zwei gleiche Polster für unser Haus in Kitzbühel. Später habe ich diesen Polster noch einmal für die Kellerstub'n meiner Schwester gemacht.

Zur Abwechslung entstanden auch immer wieder kleinere Arbeiten: links der Pfau, ein altes traditionelles Motiv, das im religiösen Bereich die Auferstehung symbolisiert. Rechts der doppelköpfige österreichische Adler, ein altes heraldisches Motiv.

Folgendes ist meine
bisher letzte traditionelle Strickerei: eine Weihkorbdecke als Geschenk für
meine Mutter im Jahr 2003. Bei uns in Österreich geht man am Karfreitag
mit einem Korb, gefüllt mit Rauchfleisch, Brot, Eier, Salz und Kren, in die
Kirche und läßt diese Speisen vom Pfarrer segnen. Über den Korb legt man die
Weihkorbdecke, damit die Speisen zugedeckt sind. Auf meiner Weihkorbdecke
befindet sich im Mittelpunkt Christus als Osterlamm umgeben von Lebensbäumen.

Bei diesen traditionellen Handarbeiten habe ich mich bemüht, die Regeln des sogenannten "Ebenseer Kreuzstiches" einzuhalten.
Neben meinen klassischen Arbeiten habe ich mehr und mehr nach Zählvorlagen in vielen Farben gearbeitet. Meine Quellen für diese Vorlagen waren am Anfang hauptsächlich die Burda-Hefte.
Hier der "Herbstkranz", daneben ein Glockenzug mit Vögeln. Der Glockenzug ist in Gobelintechnik mit 6-fädigem Garn gestickt.
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Die folgenden beiden Arbeiten sind in Petit Point Stickerei auf einer vorgedruckten Vorlage gearbeitet:
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Diese Lavendelkissen sind nach Burda-Zählvorlagen als Muttertagsgeschenk entstanden.


Und schließlich noch meine letzte Arbeit, bevor ich das Internet entdeckte: hier handelt es sich um eine Osterdecke, die nach einem Muster aus einem Rico-Heft auf eine fertige Decke mit Aida-Einsatz gestickt wird. Meine letzte freie Arbeit ist zugleich mein erstes UFO (= unfinishes object) geworden: von den 4 Ecken sind nur 2 fertig, die eine nur halb gestickt. Ich hoffe aber, doch einmal damit fertig zu werden.

meine Geschenke:
meine SAL's
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Elisabeth Werner